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29
Dezember
2017

Geheim-Magazin 4/17

Punkt 1
die Allmacht des US-Imperiums wankt

Punkt 2
zu diesem Heft

Punkt 3
in eigener Sache


Naming Names

                              GEHEIM4 17

Punkt 1: die Allmacht des US-Imperiums wankt

In den letzten Jahrzehnten waren die USA der absolut dominierende Hegemon, der seine Position mit allen Mitteln durchzusetzen und/oder zu verteidigen sucht(e). In der vorherrschenden Wissenschaft wurde dieser Zustand zumeist als „unipolare Weltordnung“ bezeichnet. Diese geschichtliche Phase neigt sich nun ihrem Ende zu – einschließlich der einem solchen grundlegenden geschichtlichen Veränderungsprozesses innewohnenden Widersprüche.
Schon jetzt steht der US-Koloss auf zunehmend tönernen Füßen – trotz aller militärischen Muskelspiele, anhaltenden Interventionen und einem in schwindelnde Höhen explodierenden Militär- und Geheimdienstbudgets, die jedoch mit ins Astronomische wachsende Schulden „beglichen“ werden. Die Frage, die sich Wirtschaftswissenschaftler zunehmend und immer lauter artikulierend, stellen, lautet, wann diese Pyramide wohl implodiert. Tatsache ist bereits schon jetzt, dass die militärische Stärke der USA immer weniger mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Landes korrespondiert. Diese Tendenz war schon seit vielen Jahren zu beobachten und ist nicht erst das Resultat der noch relativ neuen Trump-Administration, wenn sie auch durch die neuen Herren im Weißen Haus massiv verschärft wurde.
Die immer hektischer werdenden Maßnahmen der Trump-Administrationen scheinen jedoch direkt in die politische Herrschaft einer Militärjunta in Washington zu führen, was die soeben beschriebene Tendenz zu einem Teufelskreis zuspitzen könnte.
Die schwächelnde US-Dominanz mündet als Konsequenz schon jetzt in einer wachsenden Konkurrenz mit westlichen „Freunden“, allen voran das von der BRD geführte Europa. Die Organisatoren der so genannten Münchner „Sicherheitskonferenz“ haben genau vor diesem Hintergrund - gemeinsam mit der „Hertie School of Governance“ und dem Unternehmensberatungsinstitut „McKinsey“ - einen Bericht zur „Europäischen Verteidigungskooperation“ vorgelegt. Folgt man diesem Text, dann soll die EU in die Lage versetzt werden, jederzeit „selbstständig“ Kriegsaggressionen durchzuführen. Dementsprechend verlangen die Autoren recht drohend und fast schon ultimativ, „die vernetzten, einsatzfähigen Streitkräfte der Zukunft aufzubauen“, die als „Basis für (eine) schlagfähigere Sicherheitspolitik“ dienen können. Hinsichtlich der angeblichen Bedrohungslage, der es Herr zu werden gelte, heißt es in dem Strategiepapier, dass sich die Vereinheitlichung der EU-Armeen einer „dramatisch“ veränderten Sicherheitslage gegenüberstünde. Diese ließe sich mit dem „üblich Verdächtigen“ Russland und dem Terrorismus identifizieren, der seinen Nährboden in so genannten „gescheiterten Staaten“ habe, von denen Europa nun einmal umgeben sei; für die Zerschlagung ganzer Staaten (Beispiel: Libyen) oder die gezielte Förderung des Terrorismus (Beispiel: Syrien) wird von den Kriegsplanern selbstverständlich nicht gesprochen. GEHEIM berichtet hingegen genau darüber regelmäßig!
Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen werden die Kampfansagen des sozialdemokratischen (noch-)Außenministers Gabriel verständlich, die er kürzlich beim diesmal recht prominent besetzten „Berliner Forum(s) Außenpolitik“ losgelassen hat. In der ihm eigenen forschen Art verbreitet Gabriel jedoch Plattitüden, die unter vielen herrschenden Eliten in Europa nahezu Konsens sind, wenn er festhält, dass die „globale Dominanz (der USA) (…) langsam Geschichte“ und Washington global auf dem „Rückzug“ sei. Mit anderen Worten charakterisierte der SPD-Politiker ein Szenario, das sich gerade hausbilde und sich auf verschiedenen Wegen von einer unipolaren Welt wegbewege. Das Aufstreben Chinas und Russlands sei auf jeden Fall eine deutliche Herausforderung, der es offensiv zu begegnen gelte. Umso dringlicher sei es nun, „dass sich Europa auf seine Interessen besinnt und sich Gestaltungsmacht erarbeitet. (…) Dann stellen sich Machfragen, das wird nicht angenehm (…).“ Ganz logisch schließe dies „Konflikte“ mit den USA ein. Hätte der SPD-Mann solche Dinge noch vor 10 oder 20 Jahren losgelassen, dann hätte er diese, seine heutige Positionen ebenso forsch und damals ganz staatstragend als „anti-amerikanisch“ denunziert. So haben sich eben die Zeiten geändert und die SPD hat auf ihrem letzten Parteitag Europa-Rufe verlauten lassen, hoch emotional und verpackt in „Friedenssemantik“, aber letztlich in Konsequenz der unseligen SPD-Zustimmung zu jenen Kriegskrediten, die nun auch von bürgerlichen Historikern als Baustein für das Massenschlachten des Ersten Weltkrieges gelten. Nur am Rande sei in diesem Zusammenhang erwähnt, dass Frankreichs Präsident Macron Ähnliches fordert und schon jetzt dementsprechend offensiv handelt.
In anderen, sehr deutlichen Worten. Die Kriegs- bzw. Friedensfrage wird immer dramatischer aktuell, gerade weil weitere und offensivere Kriegsbeteiligungen Deutschlands am näheren Horizont stehen, ganz unabhängig davon, wer die nächste Bundesregierung bilden wird. Wie sich dies alles konkret entwickeln könnte, werden wir in den Entwicklungen der nächsten Monate deutlicher sehen. GEHEIM wird darüber berichten…
Im Nahen Osten wurde dir suprastaatliche Struktur des selbst ernannten Daesh/IS-Khalifats in Syrien und dem Irak zwar faktisch zerschlagen, was jedoch noch nicht bedeutet, dass der wahabitische Takfiri-Terrorismus konsequent zerschlagen ist. Mit operativer Hilfe der USA und logistischer Unterstützung kurdischer Kräfte in Syrien und dem Irak, konnte es Tausenden von Terroristen gelingen, zu entkommen und auch Geld etc. in „Sicherheit zu bringen“. Die westlichen Geheimdienste wissen davon, dass viele Terroristen auch nach Europa gelangen konnten.
Diesen Fakten zum Trotz gibt es keine tatsächliche und nachhaltige Bekämpfung des Terrorismus, weil die herrschenden Eliten des Westens am Ziel des Regime Change in Syrien und der Beseitigung des legitimen Präsidenten Bashar al-Assad unbeirrt festhalten. Das erklärt natürlich, dass die Strategen des Westens und ihre skrupellosen Geheimdienste die materielle und logistische Unterstützung für diverse terroristische Gruppierungen fortsetzen, obwohl die Strukturen des IS (Daesh) entscheiden geschlagen wurden. Diese kalte Fortsetzung schließt auch die Duldung von Terror-Zellen in Europa ein. Besonders pervers wird es dann, wenn die vorherrschenden Kriegsmedien Russland die wirkliche robuste und konsequente Unterstützung des Kampfes gegen den Terrorismus, besonders in Syrien, demagogisch vorwerfen, während die USA eben jene Terroristen zynisch nutzen, um eine dominierende Position in der Region zu halten oder Russland im eigenen Territorium oder an seinen Grenzen zu destabilisieren.
An diesem Punkt ist (noch) kein Ende in Sicht, aber die europäischen Mächte streben immer nachhaltiger danach, die wachsende Konkurrenz mit den USA zu nutzen, um in einigen Regionen eigene Destabilisierungsstrategien neben Washington oder in Konkurrenz zu entwickeln. Als Beispiele seien hier nur der Iran, Libyen oder die Türkei genannt. So komplex die Situation auch sei, die einzelnen Bilder und Aspekte werden immer deutlicher und damit für uns auch herausfordernder, denn nicht nur die Kriegsgefahr wird brennender…

Punkt 2: zu diesem Heft

Die skizzierte Ausgangslage bildet den Schwerpunkt unseres Heftes. Es wird für uns gefährlicher, auch nach Innen. Wir hatten im Zusammenhang mit den G20-Protesten und den staatlichen Gegenmaßnahmen nicht nur von gezielten, präventiven Antiaufstandsoperationen gesprochen, sondern auch davor gewarnt, dass im Gefolge dessen Razzien und Repressionsaktionen gegen linke und autonome Strukturen in verschiedenen Städten der BRD folgen würden. Genau dies geschieht derzeit und läuft parallel zum anhaltenden Niedergang größerer linker Organisationen (z.B. PDL, DKP oder MLPD). Diese zerlegen sich zum Teil selber, indem sie entweder dem medialen Mainstream hinterherhecheln oder gar geheimdienstliche Desinformationskampagnen untereinander einsetzen. Unappetitlich ist das allemal und wenig geeignet, neue Mitstreiter zu gewinnen. Ob anti-islamische Plattitüden, zum Teil primitivste Zerrbilder zu Syrien oder dem Iran, Russland-Bashing oder oberflächlichste Deutschtümelei – nichts erscheint zu plump, um nicht auch von linken oder alternativen Kräften (nicht nur!) in der BRD unhinterfragt nachgeplappert zu werden. Gleichzeitig erstarken rechtspopulistische bis hin zu offen neonazistische Strömungen. Es ist schon wirklich krass: wer sich gegen die tatsächlich zunehmend unhaltbaren Zustände wehren will, der geht immer häufiger zur AfD, anstatt sich in und mit tatsächlich linken und demokratischen Kräften zu engagieren. Das Perverse an der derzeitigen Situation und Stimmung ist, dass die einzigen Gewinner diejenigen sind, die an den tatsächlichen Hebeln der Macht sitzen und mit ihren Medien, Geheimdiensten und Vertretern innerhalb der Parteien (auch der so genannten AfD!) die Situation ganz in ihrem Sinne drehen…

Punkt 3: in eigener Sache

Wieder einmal übersteigt die Fülle der Themen die Möglichkeiten unserer aktuellen GEHEIM. Noch immer fehlen uns Übersetzer und Unterstützer, Abos und Spenden, um besser zu werden und unabhängig zu bleiben. In diesem Sinne zählen wir weiter auf unsere Leserinnen und Leser und wünschen Ihnen aus tiefstem Herzen ein gutes Neues Jahr und uns gemeinsam einen wirklichen Schritt vorwärts in Richtung Frieden, Gerechtigkeit und wirklicher Völkerverständigung!

Redaktion GEHEIM

Naming Names
von Enrique Bermudez und Abu Hassan

Geheime CIA-Operationen finden nicht im luftleeren Raum statt. Sie benötigen ein dicht gewobenes organisatorisch-logistisches Netz, das das Zielgebiet bis in alle sensiblen Bereiche erfasst. Wie eine schwarze Spinne sitzt in diesem Netz die jeweilige CIA-Station, die in der entsprechenden US-Botschaft untergebracht ist. Unter der Tarnung und der diplomatischen Immunität einer Botschaft oder eines Konsulates lassen sich für die CIA am sichersten und günstigsten jene organisatorischen, technischen und personellen Voraussetzungen schaffen, ohne die CIA-Aktivitäten in dem betroffenen Land unmöglich sind.

An den „CIA-Diplomaten” hängen ungezählte Spitzel, Spione, Agenten, Ausbilder und Spezialisten. Diese arbeiten – eingeschleust oder angeworben – in Parteien, Verbänden, Studentenorganisationen, Gewerkschaften, Medien, in den militärischen und Regierungsstellen sowie im wirtschaftlichen Sektor des Landes. Sie können jedoch ebenso in US-amerikanischen Firmen, Institutionen und Organisationen untergebracht sein. Zudem benutzt die CIA US-Touristen, Austauschstudenten, Schüler, ja sogar Priester und Wissenschaftler, um an die benötigten Informationen zu gelangen oder Geheimdienstoperationen vorzubereiten.

Unser NAMING NAMES, d.h. die Enttarnung unter diplomatischer Tarnung arbeitender CIA-Agenten, ist damit für alle Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe…

Diese „Hilfe zur Selbsthilfe“ kann nur regelmäßig erscheinen, weil sie auf der Mitarbeit, Zuarbeit und professioneller Recherche Vieler ruht. Neumodischer formuliert: inzwischen, in den zurück liegenden Jahrzehnten, ist ein weltweites Netzwerk aus Journalisten, Betroffenen, Spezialisten und Informanten entstanden, das die Veröffentlichung unseres NAMING NAMES ermöglicht. Für dieses Netzwerk stehen stellvertretend die Namen Enrique Bermudez und Abu Hassen. Alle, die uns in irgendeiner Weise in diesem Zusammenhang helfen, stehen nachweislich im Fadenkreuz der terroristischen CIA, die man getrost Mörder GmbH & Co. KG nennen kann...

CIA in Bulgarien

Botschaft in Sofia

Epstein, David
Spätsommer 2017

Kelly, Samuel

Spätsommer 2017

Bittle, Bridget

Spätsommer 2017

Cobble, Terry

Spätsommer 2017

Liao, Jack

Spätsommer 2017

Basright, , Mark

Spätsommer 2017

Strong, Martina

Spätsommer 2017

Militärgeheimdienst DIA

COL Crowhurst, James

Spätsommer 2017

Drogenbehörde DEA

Coffey, Edward

Spätsommer 2017

CIA in Argentinien

Botschaft in Buenos Aires

Kraaimoore, Albert

Spätsommer 2017

Viggiano, Brian

Spätsommer 2017

Clucas, Scott

Spätsommer 2017

Gillespie, Theresa

Spätsommer 2017

Butler, Blake

Spätsommer 2017

Souliere, Matthieu

Spätsommer 2017

Militärgeheimdienst DIA

COL Rayburn, Michael

Spätsommer 2017

CIA in Eritrea

Botschaft in Asmara

Thompson, Elizabeth

Spätsommer 2017

Alfano, Marc

Spätsommer 2017

Diamond Jr., Charles (Chuck) E.

Spätsommer 2017

Veasy, Michael

Spätsommer 2017

Geheim-Magazin 4/17

Author; Michael Opperskalski Categories: Magazin Archiv

About the Author

Michael Opperskalski

Michael Opperskalski

Michael Opperskalski ist der Gründer von Geheim-Magazin.de
und zudem einer der aktivsten Autoren.

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