Eigentlich ist die israelische Aggression gegen sein Nachbarland Libanon seit der Niederlage 2006 nie wirklich beendet worden. Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht MOSSAD-Spionagenetze ausgehoben werden, israelische Militärjets und Drohnen regelmäßig libanesischen Luftraum im provokativen Tiefflug verletzen und erst vor kurzem gab es wieder eine direkte Grenzverletzung, die mehreren libanesischen Soldaten das Leben kostete. Der Grund für diesen Dauerkrieg: Der libanesische Widerstand, geführt von Hezbollah, konnte nicht gebrochen werden. Das ist jedoch das eigentliche Ziel Israels und seiner us-amerikanischen Hintermänner. Der jüngste Coup in diese Richtung ist die von der CIA und dem MOSSAD in einer Art geheimdienstlichem Joint-Venture aufgezogene Desinformationskampagne, wonach Hezbollah in die Ermordung des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Hariri verwickelt sei. Angeblich würden bald schon mehrere Haftbefehle gegen führende Mitglieder des libanesischen Widerstands ausgestellt werden.
Sicherlich wollen die Urheber dieses Szenarios die Spannungen im Zedernland bis zum Zerreißen anspannen. Vielleicht als Vorstufe für eine erneute Aggression, die sogar Syrien und Iran in den Konflikt mit hineinziehen soll. Alle Zeichen stehen mal wieder auf Sturm…
In einer, von den Medien weltweit heruntergespielten Rede hat der Generalsekretär von Hezbollah, Sayyed Hassan Nasrallah, Indizien und Beweise vorleget, die die Untersuchungen im Mordfall Hariri nur in Richtung Israel lenken können, wenn es um tatsächlich professionelle Untersuchungen handelt. Wir haben in GEHEIM Nr. 4/2008 in mehreren Artikeln ebenfalls diese Spurt verfolgt und eine Reihe von Desinformationsballons platzen lassen. Deshalb veröffentlichen wir an dieser Stelle die englische Übersetzung der Rede des Hezbollah-Generalsekretärs Sayyed Hasran Nazrallah vom 9. August 2010 sowie den in der Print-Ausgabe vion GEHEIM Nr. 4/2008 publizierten Artikel "J'accuse" von Jürgen Cain Külbel.
Michael Opperskalski





